Wer in der Zukunft lesen will,

muss in der Vergangenheit blättern.

   André Malraux

Hier finden Sie eine Auswahl von Zeitungsartikeln der vergangenen Jahre über:

- die Probleme in der Gemeinde Zeithain und ihrer Ortsteile,

- die Arbeit unserer Gemeindevertreter

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2009

Sportverein

Bobersen und der Schwerlastverkehr

Englischunterricht in Kita

Mehr Bürgerfreundlichkeit

2010

Leitpfosten fehlen

Englischunterricht in Kita - Diskussion geht weiter

Rücklagen werden aufgebraucht

Gebührenerhöhung Mehrzeckhalle Röderau

Englischunterricht wieder mal ein Thema

Kommunikation mangelhaft

Haushalt beschlossen

Straßensanierung in Bobersen

Hort Kreinitz

Hort Kreinitz - wieder einmal

Konzept Dorfmitte Zeithain

 
 
 
 

 

Sportverein über seine finanzielle Belastung und öffentliche Diskussion mittels Leserbriefe

Dienstag, 30. Juni 2009
(Sächsische Zeitung)
ZEITHAIN
Sportverein klagt über zu hohe finanzielle Belastungen


Weitsprunggrube und Rennbahn wachsen auf dem Sportgelände an der Bahnhofstraße zu.
Zuständig ist dafür allerdings die Gemeinde. Die Ehrenamtlichen vom Fußballverein SV Sachsen Zeithain werden derzeit von den hohen Kosten für Vereinshaus und Außenanlagen erdrückt. „Wenn wir nicht bald Unterstützung bekommen, geht es hier nicht weiter“, sagt SV-Geschäftsführer Werner Lukoschek. Der Vorstand hofft nun, dass alle Sponsoren trotz Finanzkrise am Ball bleiben und die Gemeinde Zeithain sich künftig stärker engagiert.
Die größten Kosten für den Verein erzeugt das Vereinshaus. Ende der 1980er ließ das Rohrwerk
den Bau für seinen Fußballverein errichten, die Wende verhinderte jedoch die Fertigstellung. Die
Gästezimmer im Obergeschoss und auch die Sauna blieben im Rohzustand – bis heute. Genutzt
werden ausschließlich die Umkleiden im Keller und in der ersten Etage sowie die zurzeit
geschlossene Gaststätte.


Viertel Million Euro nötig


Allein die Nutzung kostet zwischen 700 und 900Euro jeden Monat, so der Vorstand. Zusammen mit
den riesigen Außenanlagen von etwa 4,7Hektar inklusive zwei Rasen- und einem Hartplatz kämen
jährlich bis zu 20000Euro an Ausgaben zusammen. Dazu schätzt der Verein den Investitionsbedarf
auf etwa 250000Euro. Das könnten die Fußballer aber allein nicht stemmen.
Zumal auch die Pflege allein an den Sportlern hängen bliebe. Ein-Euro-Jobber und ähnliche Hilfen
wurden dem Verein laut Werner Lukosckek gestrichen. Der Vorstand fordert nun Hilfe von der
Kommune und verweist auf Städte wie Riesa oder Gröditz, die den Bau von Sportanlagen und
Vereinshäuser und damit den Sport und die Nachwuchsarbeit in großem Stil unterstützen.
Gaststätte öffnet noch 2009 In der Zeithainer Verwaltung reagierte man jedoch mit Unverständnis darauf. Andere Vereine kämen mit den aktuellen Bedingungen klar, sagte Hauptamtsleiter Horst Kühne und verweist auf die Richtlinie für Vereinsförderung. Demnach würden Investitionen mit 15Prozent (maximal 7500 Euro) unterstützt. Größere Projekte müssten bei fehlendem Eigenkapital dann eben in
Jahresscheiben realisiert werden. Der SV Sachsen Zeithain kritisiert jedoch, dass die Gemeinde mit
dem Pachtvertrag marode Gebäude an die Vereine übergeben hat und deshalb mehr Unterstützung
geben müsste.
Trotzdem blieb der Verein nicht untätig. Nachdem das löchrige Dach für 35000Euro (inklusive
Förderung von Gemeinde und Kreissportbund) saniert und das Vereinszimmer renoviert wurde,
sind nun die Fenster dran. Geschätzte Kosten: 40000Euro. Zudem müssten noch etwa 15000Euro in
die Gaststätte investiert werden. Eröffnung soll hier Ende des Jahres sein. Für den Verein ist sie die
letzte Möglichkeit, sich selbst zu retten.A. B.

 


Mittwoch, 22. Juli 2009
(Sächsische Zeitung)


Im letzten Moment nach Hilfe schreien


Leserbrief
Holger Krüger aus Röderau schreibt zum SZ-Beitrag „ Sportverein klagt über zu hohe finanzielle
Belastung“ vom 30. Juni:
Sehr geehrter Herr Lukoschek, Sie haben von der wirtschaftlichen Situation in unserem Land sehr
viel gelernt. Wenn sich über Jahre ein Reparatur- und Investitionsstau anhäuft, schreit man im
letzten Moment nach dem Staat, in Ihrem Fall nach der Gemeinde. Was hat Ihr Verein in den letzen
Jahren getan, um Eigenmittel für Ihren Sportverein zu erwirtschaften?
Natürlich ist es immer leicht, die Verantwortung dem Vorgänger in die Schuhe zu schieben. Es gibt
sehr viele Vereine in unserer Gemeinde, die über Jahre kontinuierlich ihre Sportstätten mit wenigen
Mitteln, aber mit sehr hoher Eigenleistung saniert haben. Ein Beispiel dafür ist der Sportverein
Röderau-Bobersen. Herr Haarig als Präsident hat von der Gründung bis heute gezeigt, wie man
einen Verein wirtschaftlich und menschlich erfolgreich führt, vielleicht auch, weil er im Verein
bisher der einzige Präsident ist. Der Gebäudebestand war zum Zeitpunkt der Übergabe in keinem
anderen Zustand als der in Zeithain. Ich bin überzeugt, ein wenig Nachhilfeunterricht gibt Ihnen
Herr Haarig kostenlos.

 


Samstag, 25. Juli 2009
(Sächsische Zeitung)


Rote Karte für Helfer


Leserbrief
Steffen Tober aus Neudorf schreibt zum SZ-Beitrag „ Sportverein klagt über zu hohe finanzielle
Belastung“ vom 30. Juni und zum Leserbrief von Holger Krüger (22. Juli):
Wie oder durch wen bitte schön , Herr Krüger, sollen denn Eigenleistungen erbracht werden, wenn
Familien, ballspielende Kinder durch „ Rote Karte“ vom Sanierungsgebiet, besser des „ Feldes
verwiesen“ wurden? Die betroffenen Eltern werden bestimmt helfen kommen.....

 


Samstag, 1. August 2009
(Sächsische Zeitung)


Auf desolate Situation hinweisen


Leserbrief
Ralf Pohl und neun weitere Zeithainer äußern sich mit einem offenen Brief zum SZ-Beitrag
„Sportverein klagt über zu hohe finanzielle Belastung“ (30.Juni) und zum Leserbrief von Holger
Krüger (22.Juli):
Bestürzt mussten wir feststellen, wie wenig Fachkenntnis Sie, Herr Krüger, vom SV Sachsen
Zeithain haben. Zuallererst möchten wir Ihnen sagen, dass der Verein nicht nach Hilfe gebrüllt hat,
sondern auf die desolate Situation der Gemeinde hinweisen wollte, wie sich diese im Moment
gegenüber den Vereinen gibt. Hierzu können Sie sich einige Paradebeispiele von anderen
Kommunen einholen, wie diese unterstützt werden. Dann wollen wir mitteilen, dass
Vereinsentscheide beim SV Sachsen Zeithain von einem siebenköpfigen Vorstand entschieden
werden und nicht von einer einzelnen Person, wie Sie es darstellen.
Um Ihnen etwas auf die Sprünge zu helfen, teilen wir gern mit, dass unser Verein erst seit dem
1.Juli 2007 existiert. Also ein sehr junger und relativ neuer Verein. Jetziger Verein ist Nachfolger
des untergehenden Zeithainer SV. Gemeinde und Zeithainer SV übergaben 2007 ein völlig marodes
Vereinsgebäude.
Was dennoch in dieser kurzen Periode geschaffen und angeschafft wurde, ist beispielhaft. Sollten
alle Maßnahmen bis zum Jahresende greifen, wurden binnen der letzten 14Monate knapp
100000Euro in das Gebäude investiert.
Zum Schluss möchten wir Ihnen für den kostenlosen Nachhilfeunterricht danken, aber Herr
Lukoschek erhält genügend tolle Unterstützung von unseren Großfirmen, die mit Herrn Benedikt,
Herrn Becker, Herrn Hecht oder Herrn Arndt im Verein immer präsent sind.

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Bobersen und der Schwerlastverkehr

Dienstag, 20. Oktober 2009

(Sächsische Zeitung)

BOBERSEN

Schwerlaster dürfen durch Bobersen Donnern

Die Tonnagebegrenzung auf der Mühlberger Straße wird jetzt aufgehoben.

In Bobersen wird die Tonnagebegrenzung aufgehoben. So können jetzt auch Schwerlaster dort fahren.

Nach lebhaften Diskussionen in den Ausschüssen und in der jüngsten Gemeinderatssitzung wird die Tonnagebegrenzung für die Mühlberger Straße in Bobersen jetzt aufgehoben.

Rückzahlung droht

Der Beschluss wurde mit vier Gegenstimmen aus der Bürgerinteressengemeinschaft (BIG) gefasst. Die Gemeindeverwaltung verspricht den Anwohnern, dass sie künftig trotzdem nicht mehr Schwerlastverkehr in den zum Teil sehr kurvigen und engen Dorfstraßen befürchten müssen. Die BIG aber bleibt skeptisch und glaubt, dass sich die Behörden so eine neue Umleitungsstrecke erschließen wollen. Bisher war die Mühlberger Straße nur für Fahrzeuge mit einem Gewicht von bis zu 2,8 Tonnen zugelassen. Diese Widmung aber soll aufgehoben werden, weil die Straße mit Fördermitteln gebaut wurde. Das verlangt der Fördermittelbescheid. Die Widmung ist unabhängig von den verkehrsrechtlichen Anordnungen zu sehen, also den Verkehrsschildern, so Bauamtsleiter Holger Koßwig. Die Verbotsschilder für Lkw bleiben also trotz der neuerlichen Widmung in Bobersen stehen. Die Verwaltung hält den Beschluss für unbedenklich. Und auch die CDU, neben der BIG die stärkste Fraktion im Gemeinderat, schloss sich dieser Ansicht an. „Die Alternative wäre, die Fördermittel zurückzugeben“, so CDU-Rat Christian Wagner.

Die BIG dagegen wirft den Behörden eine bürokratische Augenwischerei vor. Denn im Notfall könne die Widmung eben doch ausgereizt werden, so BIG-Vorsitzender Dieter Wamser.

Welche Verkehrsschilder aufgestellt werden, entscheiden nämlich die Verkehrsbehörden, die Gemeinde kann höchstens Vorschläge unterbreiten. Umleitungen, beispielsweise durch den Bau an der B 169, die derzeit noch über die Abendrothstraße und Röderau geleitet werden, könnten nun ganz offiziell auf die S 88 und durch Bobersen umgelenkt werden. Und dass das den Straßen in Bobersen nicht bekommen würde, zeigen die Schäden in der erst kürzlich gebauten Lessaer Straße, so Wamser. Trotz wenig Lkw-Verkehr seien hier schon erste Haarrisse aufgetreten. Statt der völligen Aufhebung schlug die BIG deshalb vor, die Tonnagebegrenzung zumindest auf 7,5 oder zehn Tonnen festzulegen. Diesen Kompromiss würde der Fördermittelbescheid durchaus zulassen, war Dieter Wamser überzeugt. Der Gemeinderat aber schloss sich mehrheitlich der Meinung der Verwaltung an. (SZ/ab)

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Englischunterricht in Kita

Samstag, 19. Dezember 2009
(Sächsische Zeitung)
ZEITHAIN


Zeithain will seinen Erzieherinnen Englisch beibringen


Gegenwärtig gibt es keinen Englisch-Untericht in der Kita, weil den Lehrern die Miete zu hoch ist.
Ob und wann der Englisch-Unterricht in der Kreinitzer Kita fortgeführt wird, bleibt unklar.
Nachdem sich zwar für Röderau eine private Spenderin gefunden hatte (SZ berichtete),
entbrannte im Gemeinderat erneut eine Diskussion.
Hintergrund ist, dass die Gemeinde laut Gebührensatzung elf Euro für die einmalige Nutzung
eines Kita-Raumes verlangt. Der privaten Englisch-Lehrerin Edith Simon ist das zu viel, da
sie nur 2,50Euro pro Kind und Unterrichtseinheit kassiert. Weil die Kommune nach
Absprache mit dem Verwaltungsausschuss auf dem Geld bestand, wurde der Unterricht in
Röderau und Kreinitz abgesetzt.


BIG beantragt Aussetzung


Den Eltern ist das unverständlich. „Wir bekommen die Bildung so nicht mehr vor Ort“, zeigte
sich Annett Baum vom Kreinitzer Elternbeirat enttäuscht. Da Englisch heute wichtig sei und
der Gemeinde keine zusätzlichen Kosten entstehen, versteht sie nicht, warum auf der Gebühr
bestanden wird.
Bürgermeister Hannes Berger (parteilos) sieht zwar auch Handlungsbedarf, hält die Miete
aber für wichtig, schon um Betriebskosten abzudecken und den Versicherungsschutz zu
gewähren. Allerdings stellte die BIG nun den Antrag, die entsprechende Regelung zum
1.Januar auszusetzen und neu zu gestalten. Dabei geht es aber wohl gar nicht so sehr darum,
den privaten Unterricht fortzuführen, sondern Englisch künftig in allen Kitas anzubieten. „Der
einfachste Weg dazu ist, das Personal zu qualifizieren“, so Dieter Wamser (BIG). Ähnliches
hatte zuvor schon die Verwaltung angedeutet. Auf die Qualität angesprochen, hieß es von
Wamser: „Wir werden sichergehen, dass es keine halbherzige Ausbildung der Erzieherinnen
wird.“


Lösung sehr kostenintensiv


Dass diese Lösung dann allerdings viel kostenintensiver ist, monierte Enrico Buchs, dessen
Tochter bisher ebenfalls den Englischunterricht in der Kita Kreinitz besuchte. Buchs: Die
Gemeinde will nicht auf elf Euro verzichten und gibt im Gegenzug tausende Euro aus, um
meist ältere Erzieherinnen zu schulen, die mit dem Umsetzen des sächsischen Bildungsplanes
sowieso schon mehr als ausgelastet sind. Diese Lösung sei für ihn kaum akzeptabel.
Tatsächlich gibt es laut SZ-Information sehr unterschiedliche Angebote, Erzieherinnern zu
schulen. Tageskurse gibt es schon ab unter 100 Euro. Intensivere Angebot mit Zertifikat
kosten dagegen bis zu über 3000 Euro. Im Januar wird das Thema in den Ausschüssen beraten.

A. Becker

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Mehr Bürgerfreundlichkeit

Donnerstag, 17. Dezember 2009
(Sächsische Zeitung)
ZEITHAIN


Wie bürgerfreundlich wird Zeithain im Jahr 2010?


Um die Orte der öffentlichen Ratssitzungen entbrannte ein Streit zwischen Gemeinderat und Bürgermeister. Gemeinderäte und Verwaltung in Zeithain konnten sich in dieser Woche nicht auf die
Sitzungstermine 2010 für Technischen Ausschuss, Verwaltungsausschuss und Gemeinderat einigen. Bei der eigentlichen Formalie wurde die Beschlussvorlage der Verwaltung mit großer Mehrheit abgelehnt, was bisher nur äußerst selten – zum Beispiel beim Thema Schließung der Grundschule Röderau – geschah. Bürgermeister Hannes Berger (parteilos) behält sich nun sogar ausdrücklich vor, diesen Ratsbeschluss aufzuheben. Das steht ihm als Vorsitzender des Gemeinderates laut sächsischer Gemeindeordnung zwar zu, war aber bisher eine absolute Ausnahme – übrigens in allen Kommunen der Region.


Sitzungen in allen Ortsteilen


Die Frage, die der Diskussion zugrunde liegt, lautet: Wie bürgerfreundlich will Zeithain im Jahr 2010 sein? Bürgermeister Berger sagte: „Ich will mehr Bürgernähe!“. Seine Verwaltung legte deshalb eine Beschlussvorlage vor, wodurch die Sitzungen des Technischen Ausschusses abwechselnd in den elf Ortsteilen stattfinden sollen, der Gemeinderat allerdings zentral im neuen Feuerwehrgerätehaus in Zeithain. Weil dies ein würdiger Ort sei und für alle Einwohner gleichermaßen zu erreichen. Bisher rotierte der Gemeinderat, der Ausschuss aber fand überwiegend im Gemeindeamt statt.


Entscheidung im neuen Jahr


Vor allem der BIG geht diese Bürgernähe der Verwaltung aber nicht weit genug. Nicht nur  weil es an Parkplätzen vor dem Gerätehaus mangelt, will man die Ausschusssitzungen und die des Gemeinderates rotieren lassen. Die Rätin Petra Backoff (Linke) ergänzte: „Es stünde uns gut zu Gesicht.“ Zudem habe sich die Rotation bewährt, weil man auch vor und nach den Sitzungen mit den Bürgern ins Gespräch komme.
Wie die ungewohnt hitzige Diskussion weitergeht, ist noch nicht klar. Hebt Hannes Berger den Beschluss tatsächlich auf, wird er in der nächsten Ratssitzung im neuen Jahr noch einmal vorgelegt. Stimmt der Rat erneut dagegen, kann der Bürgermeister nur noch bei rechtlichen Bedenken widersprechen und der Fall landet bei der übergeordneten Behörde. Wahrscheinlicher ist aber, dass man sich zuvor in den Ausschüssen einigt.
Der Verwaltungsausschuss blieb von der Diskussion übrigens unberührt, da er mit wenigen
Ausnahmen nicht-öffentlich durchgeführt wird.
A. Becker

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Leitpfosten fehlen

Donnerstag, 18. Februar 2010
(Sächsische Zeitung)
  Kreinitz

Vor Kreinitz sollen neue schwarz-weiße Leitpfosten aufgestellt werden

Fast alle Leitpfosten sind von der Zufahrtsstraße nach Kreinitz verschwunden. Die Gemeinde will nun einige erneuern. Die schwarz-weißen Pfähle mit Reflektoren – auch Xylomigrant genannt – sollen die Fahrbahn abgrenzen und den Straßenverlauf besser erkennen lassen. Auf der Straße zwischen der Staatsstraße88 und dem Ortseingang von Kreinitz sollen in den nächsten Monaten neue Leitpfosten am Straßenrand aufgestellt werden. Nicht über die ganze Länge, aber beispielsweise in den Kurven, informierte Zeithains Bauamtsleiter Holger Koßwig über die intern gefallene Entscheidung zu diesem Thema. Gemeinderat Axel Huth (BIG) – selbst Kreinitzer – hatte wiederholt darauf aufmerksam
gemacht, dass es an einer Kennzeichnung der Straßenränder fehle, lediglich noch ein Pfahl
stehe. Gerade bei Matsch und Schnee seien die Autofahrer verunsichert, wie viel Platz noch
bis zum Straßenrand bleibe.
Laut Koßwig gebe es keine gesetzliche Grundlage zum Aufstellen der Leitpfosten an dieser
Straße. Da einer der schwarz-weißen Pfähle etwa 25Euro koste, sollen die nur an wichtigen
Punkten aufgestellt werden. (SZ/ab)

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Englischunterricht in Kita - Diskussion geht weiter

Donnerstag, 18. Februar 2010
(Sächsische Zeitung)
ZEITHAIN


Zeithain sucht weiter nach einer Lösung für Englischunterricht in Kitas


Die BIG initiiert eine jetzt eine Diskussionsrunde und zweifelt die Nutzungsgebühren für die Eltern an.
Die BIG als eine der zwei größten Fraktionen im Zeithainer Gemeinderat hat sich jetzt aktiv in die Diskussion um den Englisch-Unterricht in den kommunalen Kitas eingeschaltet.
Gemeinderat Axel Huth kritisierte die nicht-öffentlichen Debatten der Verwaltung zu dem Thema: „Das führt nur zu noch mehr Verwirrung.“ Stattdessen halte die BIG eine Gesprächsrunde für sinnvoll, an der Eltern, Kommunalpolitiker, Erzieher und Verwaltung zusammenkommen. Eine solche ist nun für Mitte März geplant. Als Gast wird die Landtagsabgeordnete Kerstin Lauterbach (Die Linke) erwartet.
Im Vorfeld des Treffens zweifelte Huth aber bereits das Corpus Delicti der Debatte – die
Gebührensatzung der Gemeinde an. Laut dieser werden für die einmalige Nutzung eines Kita- Raumes elf Euro Miete fällig. Das war für die private Englisch-Lehrerin, die bereits in Kreinitz und Röderaue Kinder ab vier Jahren in Englisch unterrichtet zu viel, da sie nur 2,50 Euro pro Kind und Stunde verlangt.


Sponsoren sichern Unterricht


Nur durch private Sponsoren kann der Unterricht bis heute fortgeführt werden. Axel Huth nun
stellte in den Raum, dass die Gebühr laut Satzung zwar von Vereinen et cetera erbracht werden müsse, wohl aber nicht von den Eltern. Das wird nun zu klären sein.
Die Gemeindeverwaltung favorisiert laut Hauptamtsleiter Horst Kühne nach wie vor die Variante, die Fremdsprache in allen vier kommunalen Einrichtungen durch eigenes Personal spielerisch vermitteln zu lassen. Dazu sind spezielle Schulungen nötig. Die Entscheidung darüber wurde aber noch nicht endgültig getroffen, sondern in den Verwaltungsausschuss vertagt, der sich unter Ausschluss der Öffentlichkeit trifft.
Eltern hatten gegen diese Variante mehrfach protestiert (SZ berichtete). Weil sie für die Kommune teurer sei, als die Nutzungsgebühr zu senken. Weil bis zur Umsetzung viele Monate vergehen könnten. Und weil vielleicht nicht alle Eltern den Englisch-Unterricht befürworten. Das Angebot in der jetzigen Form sei quasi kostenlos für die Gemeinde, für Kinder und Lehrerin freiwillig und damit die bessere Lösung, so der Kreinitzer Vater Enrico Buchs während der etwas hitzigen Debatte in der jüngsten Ratssitzung. Hauptamtsleiter Kühne dazu: „Wir lassen uns nicht vorschreiben, was wir in unseren Einrichtungen anbieten.“
A. Becker
Die Gesprächsrunde findet am 16.März im Röderauer Vereinshaus, Gohliser Straße statt.

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Rücklagen werden aufgebraucht

Donnerstag, 25. Februar 2010
(Sächsische Zeitung)
ZEITHAIN


Zeithain braucht seine Rücklagen auf


Die Gemeinde stellte jetzt ihren Haushalt 2010 vor. Lob gab es von der CDU, Kritik von der BIG.
Am 15.März will der Zeithainer Gemeinderat den Haushalt für 2010 beschließen. Doch zuvor
gibt es noch Diskussionsbedarf. Die Bürgerinteressengemeinschaft (BIG) kündigte an, in der
heutigen Sitzung des Verwaltungsausschusses – die hinter verschlossenen Türen stattfindet –
einzelne Punkte auf den Prüfstand heben zu wollen.
Vor allem die höheren Belastungen für die Zeithainer (siehe Kasten). „Es geht dabei um Peanuts für die Gemeinde, die den Eltern aber verdammt weh tun werden“, so BIGVorsitzender Dieter Wamser. Dennoch räumte er ein, dass mit Blick auf die Finanzlage alle Positionen geprüft werden müssten. „Aber nicht mit der Brechstange.“

Kreditaufnahme nötig


Der Haushalt mit einem Gesamtvolumen von zwölf Millionen Euro ist ausgeglichen, sagte Kämmerin Martina Schieritz. Dazu verhalfen u.a. auch eben jene Mehreinnahmen durch Gebühren, wieder positivere Prognosen hinsichtlich der Gewerbesteuereinnahmen oder Sparmaßnahmen in der Verwaltung selbst.
Das alles reicht jedoch nicht aus, um dringende Investitionen vorantreiben zu können. Erstmals seit 2001 nimmt Zeithain wieder Kredite auf, so Martina Schieritz. Es geht um 1,3Millionen Euro.
Der Löwenanteil geht für Zeithains wohl wichtigstes Projekt 2010 drauf: den Hortneubau auf dem Gelände des Neuzeithofes. Fördermittelzusagen dafür gibt es bisher nicht. Um trotzdem kurzfristig mit Bauen beginnen zu können, geht die Gemeinde in Vorleistung: So sollen nicht nur die günstigen Konditionen im Rahmen des Sanierungsgebietes (endet 2013) ausgenutzt, sondern auch die Überbrückungslösung für die Schulkinder zeitlich so kurz wie möglich gehalten werden, sagte Bürgermeister Hannes Berger (parteilos).
Die Rücklagen sind nun aber praktisch aufgebraucht, der Schuldenstand wird 2012 am Rande des Zulässigen liegen. „Wir tragen das komplette Risiko“, mahnte Dieter Wamser an. „Bei fehlender Sicherheit können wir nicht zustimmen.“

Beschluss nicht verzögern
Die CDU dagegen lobte den Entwurf. Christian Wagner: „Wir haben in den vergangenen Jahren enorm Schulden abgebaut. Jetzt haben wir Luft, Kredite aufzunehmen.“ Hannes Berger wies die Gemeinderäte am Dienstagabend eindringlich darauf hin, den Beschluss des Haushalts nicht hinauszuzögern. Denn die Gemeinde müsste hinsichtlich geplanter Investition handlungsfähig sein.
A. Becker

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Gebührenerhöhung Mehrzeckhalle Röderau

Mittwoch, 17. März 2010
(Sächsische Zeitung)
RÖDERAU


Höhere Gebühren für die Mehrzweckhalle Röderau


Der Gemeinderat verabschiedete jetzt eine neue Satzung für die Halle. Die Mehrzweckhalle in Röderau gehört der Gemeinde Zeithain und soll künftig mehr Geld einspielen.
Die Nutzung der Mehrzweckhalle in Röderau an der Gohliser Straße wird teurer. Aufgrund der
Sparmaßnahmen im Rahmen der Haushaltsaufstellung (SZ berichtete) verabschiedete der Gemeinderat jetzt mehrheitlich eine neue Satzung für die kommunale Einrichtung. Lediglich drei Mitglieder der BIG stimmten dagegen.
Demnach werden für den Kinder- und Jugendsport ein Euro pro Trainingseinheit fällig. Bisher war
das kostenfrei. Im Gespräch waren zunächst sogar 2,50 bis 5 Euro, sagte Hauptamtsleiter Horst Kühne.  

CDU-Gemeinderat Christian Wagner verteidigte auch noch einmal den Betrag von 2,50
Euro. Schließlich würden für nicht ortsansässige Vereine sogar zehn Euro fällig. Der Vorschlag
fand keine Mehrheit. Der SV Röderau-Bobersen – als größter Nutzer der Halle – werde nun aber
nicht die Mitgliedsbeiträge erhöhen. Die Mehrkosten seien bereits im aktuellen Mitgliedsbeitrag
enthalten, hieß es vom SV.
Laut neuer Satzung werden künftig zudem für das Ausleihen der Bühne 300 Euro statt bisher 100
Euro fällig. Die Anlage sei sehr teuer, hieß es zur Begründung aus der Gemeindeverwaltung.
Ebenfalls verankert ist nun, dass Vereine und Institutionen der Gemeinde die Halle künftig einmal
im Jahr für bis zu drei Tage kostenfrei nutzen dürfen. (SZ/ab)

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Englischunterricht wieder mal ein Thema

Mittwoch, 17. März 2010
(Sächsische Zeitung)
ZEITHAIN

Zeithainer diskutieren über Zusatzangebote in Kitas


Seit Dezember reden sich Eltern, Verwaltung und Gemeinderäte die Köpfe über Zusatzangebote in
den kommunalen Kitas in Zeithain heiß. Mit den Entscheidungen vom Montagabend scheint die
Diskussion zumindest auf politischer Ebene beendet.
Dabei wurde der Antrag der BIG mit knapper Mehrheit von CDU und FDP abgelehnt, die Gebührenordnung für beispielsweise den privaten Englischunterricht auszusetzen und diese
Ordnung zu modernisieren. Die Kurse drohten aufgrund der hohen Nutzungsgebühren zu sterben,
vorerst werden sie mittels Spenden fortgeführt.


Erzieher lehren Englisch


Dem Antrag von CDU und FDP, Zusatzangebote in den Kitas nur noch nach 15Uhr zuzulassen und
dann gemäß der geltenden Gebührenordnung, wurde dagegen mit knapper Mehrheit der
Antragsteller zugestimmt. Daran müssen sich nun nicht nur die private Englisch-Lehrerin halten,
die also weiterhin elf Euro pro Nutzung zahlen muss, sondern auch die Musikschule Fröhlich und
die Musikschule des Landkreises Meißen. Letztere beispielsweise bot bisher Tanzkurse in den
Vormittagsstunden an.
CDU/FDP begründen das Vorgehen damit, dass in den Kitas vorrangig der sächsische Bildungsplan
umgesetzt und kommerzielle Angebote nicht bevorzugt werden sollen. Zudem unterstütze man die
Gemeindeverwaltung, künftig fakultativen Englischunterricht durch das Kita-Personal anzubieten,
sagte CDU-Rätin Waltraud Ahner. Laut Verwaltung sollen dazu Erzieherinnen geschult werden.
Die Kita-Leiterinnen der Gemeinde selbst wurden zwar zur Ratssitzung eingeladen, durften sich
aber in diesem speziellen Tagesordnungspunkt nicht äußern.


Ein entsprechender Antrag von der BIG wurde sowohl von Bürgermeister Hannes Berger (parteilos)
als auch CDU und FDP abgelehnt. Von den Eltern im Publikum wurde das als Maulkorb
interpretiert. Sie fühlen sich durch die Ratsentscheidung bevormundet und sind mit den
Entschlüssen nicht zufrieden. A. Becker

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Kommunikation mangelhaft

Donnerstag, 18. März 2010
(Sächsische Zeitung)
AUF EIN WORT
Kommunikation mangelhaft
Antje Becker
Von Becker.Antje@dd-v.de
über die Petition der Zeithainer Eltern


In Zeithain gibt es ein Kommunikationsproblem. Und das könnte den Verantwortlichen bald
schon gehörig Ärger machen. Die Petition der Eltern an den Landtag gegen die Gebührenordnung ist da nur der Anfang. Denn die Bürger fühlen sich – wie in diesem Fall – bevormundet und nicht ernst genommen. Über Entscheidungen wird nicht diskutiert, sondern sie werden gefällt, beklagen sie.

Bestätigt wurden sie in ihrer Annahme am Dienstag, als sich zur Diskussionsrunde über die Kita-Problematik lediglich die Betroffenen selbst und Mitglieder der BIG einfanden. Weder Verwaltung noch die Bürgervertreter von CDU, FDP und Linke ließen sich blicken. Selbst wenn sich dadurch die Beschlüsse nicht geändert hätten, wäre so zumindest die hoch gelobte Volksnähe demonstriert wurden.

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Haushalt beschlossen

Mittwoch, 24. März 2010
(Sächsische Zeitung)
ZEITHAIN


Zeithainer Haushalt ist beschlossen


Nach Diskussionen fand der Plan im Gemeinderat doch eine deutliche Mehrheit. Er könnte nun im Mai in Kraft treten. Mit nur einer Gegenstimme und einer Enthaltung – beide aus der BIG – ist der Zeithainer Haushalt in der jüngsten Gemeinderatssitzung mehrheitlich beschlossen wurden. Nun muss
noch die Rechtsaufsicht des Landkreises zustimmen. Die Entscheidung könnte bis Mitte April vorliegen, so Kämmerin Martina Schieritz. Sie hofft, dass der Zeithainer Haushalt dann nach der öffentlichen Auslegung im Mai in Kraft treten kann.
Vor dem Beschluss hatte es allerdings noch einmal eine Debatte über einzelne Punkte des Planes gegeben. Dieter Wamser (BIG) monierte vor allem die hohe Kreditaufnahme von über einer Million Euro, die vorwiegend im neuen Hort in Zeithain verbaut werden soll. Laut Verwaltung stellt das eine Art Zwischenfinanzierung dar, bis Fördermittel bewilligt werden.
Wamser: „Uns fehlt der Glaube, dass diese in der erwartenden Größe fließen werden.“ Die BIG plädierte deshalb dafür, einen Plan B für den Fall der Fälle zu kreieren. Eine Idee ist, den Hort zwar zu bauen, aber erst mal nur in der Minimalvariante auszustatten. Frank Jastram (CDU) konnte die Zögerlichkeit nicht nachvollziehen: „Wenn wir jetzt nicht das Risiko eingehen, wenn es um das Wohl der Kinder geht, wann wollen wir denn dann Kredite aufnehmen.“ Und auch die Linke schlug in die gleiche Kerbe. „Ich warne davor, hier ein halbes Ding zu bauen“, so Heinz Rudolph. Denn in den nächsten Jahren werde es nicht mehr Geld geben.
Bürgermeister Hannes Berger (parteilos) kündigte daraufhin an, dass künftig in jeder Sitzung des Technischen Ausschusses über die Vorgänge am neuen Hort unterrichtet wird. So werde frühzeitig klar, ob tatsächlich ein PlanB gebraucht wird. Er gab sich jedoch optimistisch.   A.Becker

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Straßensanierung in Bobersen

Donnerstag, 22. April 2010
(Sächsische Zeitung)
BOBERSEN


Straßensanierung in Bobersen weiter ungewiss


Die Anwohner fordern einen Vororttermin. Für die Gemeindeverwaltung scheint die Holperpiste keine Priorität zu haben.
Was wird aus der Lindenallee in Bobersen? Die Anwohner des Zeithainer Ortsteiles wollen jetzt noch einmal nachdrücklich auf die Holperpiste aufmerksam machen. Sie fordern eine zügige Sanierung.
Denn die Straße ist eine reine Flickschusterei, sagt beispielsweise Karin Kaulfuß, die direkt an der Lindenallee einen kleinen Lebensmittelladen betreibt. Nach dem Abwasserbau im vergangenen Jahr hat sich die Gemeinde nicht wie oftmals üblich an dem Ausbau der Straße beteiligt, der Abwasserzweckverband stellte deshalb lediglich den Ursprungszustand wieder her. Das Ergebnis: Schlaglöcher und abgebrochene Kanten. Der lange Winter hat nun zusätzliche Schäden aufbrechen lassen. Bereits Ende des Vorjahres hatten die Anwohner deshalb eine Unterschriftenliste für eine
Erneuerung der Straßendecke an die Verwaltung überreicht. Bisher ist jedoch nichts passiert.  Und wird es wohl so schnell auch nicht. Das zumindest deutet die Reaktion aus dem Bauamt an. An der Lindenallee würden demnächst noch einige Restleistungen aus dem Vorjahr – zum Beispiel das Vergießen einiger Fugen – sowie Gewährleistungen wie das Ausbessern einiger  Löcher fällig, sagte Bauamtsleiter Holger Koßwig. Ansonsten wolle man im nächsten Technischen Ausschuss eine Kostenkalkulation für eine neue Schwarzdecke über die gesamte Straßenbreite vorlegen und diskutieren. Ob die dann aber tatsächlich umgesetzt wird, sei nicht klar. Das Budget der Gemeinde für solche Straßenbauarbeiten liegt bei 50000Euro. In anderen Ortsteilen gebe es aber viel schlimmere Straßen, so Koßwig. Die Prioritätenliste müsste nun dringend überarbeitet werden. Gemeinde- und Ortschaftsrat Dieter Wamser (BIG) äußerte sich verärgert über diese Vorgehensweise. Denn schließlich sei der Ausbau der Straße schon vor Jahren versprochen worden. Er fordert einen Vororttermin mit Verwaltung und Räten. Bürgermeister Hannes Berger (parteilos) schien dieser Vorschlag zu gefallen. Eine konkrete Zusage gab er nicht.   A. Becker

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Hort Kreinitz

Freitag, 30. April 2010
(Sächsische Zeitung)
KREINITZ


Kreinitzer Eltern erringen einen Teilerfolg


Über 80Eltern haben sich an der Unterschriftenaktion gegen die Schließung des Schulhortes im nächsten Jahr beteiligt. Die Schließung des Hortes Kreinitz ist vorerst vom Tisch.
Einen ersten Erfolg können die Kreinitzer Eltern jetzt feiern: Sie können zwar, müssen aber nicht ihre Hortkinder ab dem nächsten Jahr in Zeithain betreuen lassen. Damit ist die für 2011 angedachte Schließung des Hortes in Kreinitz (SZ berichtete) vorerst vom Tisch. Das verkündete Hauptamtsleiter Horst Kühne auf der jüngsten Gemeinderatssitzung.


Keine endgültige Entscheidung
Zuvor hatten die Eltern der Verwaltung eine Liste mit 87Unterschriften aus Kreinitz, Zschepa,
Cottewitz und Lorenzkirch überreicht und damit gegen die Pläne der Gemeinde protestiert. Sie fordern, dass die erst vor wenigen Jahren mit Hochwassergeldern sanierte Einrichtung inklusive Krippe, Kindergarten und Hort Bestand hat. Man wolle zum Wohle der Kinder entscheiden, betonte Kühne vor den Eltern. Nach der Zusammenlegung der beiden Grundschulen würden in Zeithain nun „gute und geordnete Bedingungen“ für Hort und das Anbieten von Ganztagsangeboten geschaffen.
Da die Sanierung der Zeithainer Schule vom Europäischen Sozialfonds geförderte wurde, müsse die Einrichtung nun künftig dreimal Ganztagsangebote pro Woche statt bisher einmal anbieten. Das ist mit mehreren Standorten nicht möglich, sagte Horst Kühne. Das sei vor allem auch eine finanzielle Frage.
Trotzdem schlage die Verwaltung nun vor, dass die Zuführung aus Kreinitz – wenn die Eltern
das so wünschten – erst einmal ausgesetzt werden soll, bis der neue Hort im Neuzeithof
gebaut sein wird. Details müssten nun noch in den Ausschüssen diskutiert werden. Eine endgültige Entscheidung sei bis jetzt noch nicht gefallen. Die Eltern zeigten sich zwar erst einmal erleichtert über die Fristverlängerung, wirklich aufatmen konnten sie aber nicht.


Nünchritz ist positives Beispiel
Sie sind überzeugt, dass ihre Kinder derzeit optimal in Kreinitz betreut werden und wollen daran festhalten. Sie befürchten nun aber, dass in dem kleinen Dorf die Angebote rapide abnehmen werden, währenddessen in Zeithain die Vielfalt steigt. „Mit Speck fängt man Mäuse“, sagte einer der anwesenden Väter. Er und die anderen Eltern fordern deshalb, künftig in die Entscheidungen mit einbezogen und nicht vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden.


Gemeinderat Axel Huth (BIG) schlug eine Einwohnerversammlung zu dem Thema vor. Er
verwies zudem auf andere Grundschulstandorte wie Nünchritz, wo Hortbetreuung und
Ganztagsangebote zur Zufriedenheit aller an drei Standorten angeboten werden.
Antje Becker

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Hort Kreinitz - wieder einmal

Freitag, 7. Mai 2010
(Sächsische Zeitung)
KREINITZ


Kreinitzer Eltern sind mit Hortlösung unzufrieden


Sie wollen sich jetzt an höhere Behörden wenden und denken sogar an ein Bürgerbegehren.
Die von der Gemeinde vorgeschlagene Übergangslösung für den Hort Kreinitz ist nicht das,
was die Eltern mit ihrer Unterschriftenaktion erreichen wollten. Das sagte Gemeinderat Axel
Huth (BIG) im Namen der Betroffenen auf der jüngsten Ausschusssitzung.
Die Verwaltung hatte nach dem Protest, den die Ankündigung der Schließung im Jahr 2011
ausgelöst hatte, verkündet, dass die Kreinitzer Eltern und die der umliegenden Dörfer ihre
Kinder weiterhin in die Kreinitzer Einrichtung schicken können, aber auch den Zeithainer Hort wählen können. Diese Lösung gelte zunächst bis zur Fertigstellung des Hortneubaus auf dem Neuzeithof. Eine endgültige Entscheidung sei noch nicht gefallen, hatte Hauptamtsleiter Horst Kühne in der Vergangenheit erklärt.
Axel Huth drängt aber bereits seit Längerem darauf, dass bereits vor dem Bau über die Zukunft der Horteinrichtungen diskutiert werden müsse. „Der Neubau muss in so einer Größe realisiert werden, dass Kreinitz und Zeithain nebeneinander existieren können“, so Huth.
Die bisherigen Planungen gehen von einem neuen Hort mit 120 Plätzen aus, der später auf 180
erweitert werden kann. Er soll 2011 eingeweiht werden. Dann soll der Hort im Ring der Freundschaft weiter bestehen, der Kreinitzer aber schließen. Der Röderauer Hort schließt bereits nach den kommenden Sommerferien.
Ein Großteil des Gemeinderates steht auch nach wie vor zu diesem Konzept und reagierte
genervt auf die neuerliche Anfrage. Huth aber kündigte an, sich weiter für die Belange der
Eltern einzusetzen. 87 von ihnen hatten ihre Unterschrift zum Erhalt des erst kürzlich mit
Flutgeldern sanierten Hortes geleistet. Sie wollen sich nun an übergeordnete Behörden
wenden und – wenn nötig – sogar ein Bürgerbegehren anstreben. (SZ/ab)

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Konzept Dorfmitte Zeithain

Donnerstag, 16. Dezember 2010
(Sächsische Zeitung)
ZEITHAIN


Räte können sich nicht auf ein Konzept für Dorfmitte einigen


Bereits die Ausschüsse lehnten die Projekte ab, die Kosten erschienen ihnen zu hoch. Die Verwaltung aber will schnell entscheiden. Es ist keine Überraschung, dass der Zeithainer Gemeinderat das derzeitige Konzept für das Sanierungsgebiet Alter Dorfkern Zeithain jetzt abgelehnt hat. Denn bereits in den Ausschüssen wurde deutlich, dass noch erheblicher Diskussionsbedarf besteht. Und sogar
Bürgermeister Hannes Berger (parteilos) hatte Bedenken angemeldet (SZ berichtete). Weil
der sich nun mit den Einzelmaßnahmen arrangiert hat, sagte er in der öffentlichen Gemeinderatssitzung, landete die Beschlussvorlage trotzdem unverändert auf der Tagesordnung – sehr zum Unmut einiger Gemeinderäte.
Ihr größter Kritikpunkt: Die Gemeinde plant, hunderttausende Euro für einen neuen Fußweg
zwischen Hauptstraße und Feldweg sowie die Sanierung des Oberen Teiches auszugeben, wo es doch derzeit ganz andere Brennpunkte in der Gemeinde gibt. „Das lehne ich ab“, sagte beispielsweise BIG-Gemeinderat Dieter Wamser und erntete damit die Zustimmung beinahe aller Räte.
Allerdings, so Bauamtsleiter Holger Koßwig, muss bis zum Januar eine Entscheidung her und müssen die insgesamt etwa 400000Euro, die für das Sanierungsgebiet zur Verfügung stehen werden, mit konkreten Projekten unterlegt sein. So verlange es der Fördermittelgeber, das sächsische Innenministerium. Da der Neuzeithof mit dem Hortneubau Priorität habe, die Kindereinrichtung selbst aber nicht über das Programm Städtebauliche Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen (SEP) förderbar sei, wolle man mit den Maßnahmen zumindest das Umfeld gestalten, so Koßwig. Dazu zähle unter anderem der neue Fußweg. Zudem sei der Obere Teich dringend sanierungsbedürftig. Das Geld – die konkreten Summen stünden überdies noch gar nicht fest –, was übrig bleibt, soll deshalb in dieses Projekt fließen.
Die Ausschüsse sollen nun noch einmal das Konzept diskutieren. Dabei könnten auch noch einmal ganz andere Projekte auf den Prüfstand gehoben werden.    A. Becker

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Fortsetzung folgt


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